
Ein digitales Berichtsheft ist rechtlich der handschriftlichen Führung gleichgestellt. Für Betriebe lohnt sich eine Lösung, die mehr kann als nur den Ausbildungsnachweis: e-bizA von BILTECH führt Berichtsheft, Einsatzplanung, Unterweisungen und Zeugnisse in einem System. Reine Berichtsheft-Tools wie BLok oder Azubiheft.de sind günstiger, decken aber nur einen Ausschnitt ab. Der Vergleich zeigt, für wen sich was rechnet.
Anlass für diesen Prüfvergleich: Das digitale Berichtsheft im IHK Serviceportal Bildung läuft aus; Ausbildungsbetriebe müssen eine Nachfolgelösung wählen. Wir haben sechs Anbieter nach transparenten Kriterien geprüft.
Ist ein digitales Berichtsheft rechtlich zulässig?
Ja, ausdrücklich. Nach § 13 Satz 2 Nummer 7 BBiG kann der Ausbildungsnachweis schriftlich oder elektronisch geführt werden; beide Formen sind gleichgestellt, die elektronische Führung ist weder eine Duldung noch ein Sonderweg. Eine qualifizierte elektronische Signatur ist nicht vorgeschrieben. Ergänzend geben die zuständigen Kammern Richtlinien zur Form vor, jedoch kein bestimmtes Programm maßgeblich ist die Regelung Ihrer IHK oder Handwerkskammer.
Ende des digitalen IHK-Berichtshefts zwingt zum Wechsel
Das digitale Berichtsheft der IHK DIGITAL GmbH im Serviceportal Bildung wird zum 31. Dezember 2026 eingestellt; seit dem 22. September 2025 werden keine neuen Betriebe mehr freigeschaltet, wie unter anderem die IHK Hannover mitteilt. Das digitale Berichtsheft als solches entfällt damit nicht abgeschaltet wird nur das IHK-eigene Angebot.
Betriebe müssen jetzt drei Dinge organisieren: Bestandsberichte vollständig exportieren, eine Nachfolgelösung auswählen und die Formvorgaben ihrer Kammer prüfen. Ein speziell für diesen Zweck entwickeltes digitales Berichtsheft für Ausbildungsbetriebe wie e-bizA erleichtert den Umstieg und übermittelt die Nachweise digital an die Kammer.
Welche Alternativen gibt es zum digitalen Berichtsheft der IHK?
Mehrere Anbieterlösungen kommen als Ersatz für das IHK-Angebot infrage. Sie unterscheiden sich vor allem beim Funktionsumfang und bei der Einbindung in weitere Ausbildungsprozesse. Zu den Möglichkeiten gehören etwa e-bizA von BILTECH, Talent2Go, Azubi-Navigator, rexx Azubimanagement, BLok und Azubiheft.de.
Für den Wechsel sollte nicht allein der aktuelle Funktionsumfang betrachtet werden. Relevant sind außerdem Datenexport, Freigabeprozesse für Ausbilder, Datenschutz, Kostenstruktur und die Möglichkeit, vorhandene Ausbildungsnachweise dauerhaft zu sichern. Diese Kriterien bilden deshalb die Grundlage für den folgenden Vergleich.
Nach welchen Kriterien haben wir geprüft?
Sieben Kriterien waren prüfungsentscheidend nicht die Optik der Oberfläche:
- Rechtssicherheit des Freigabeprozesses für Ausbilder
- Aufwand im Ausbilderalltag
- Datenschutz, Serverstandort und Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO
- Kosten und die Frage, wer sie trägt
- Exportierbarkeit der Bestandsberichte beim Wechsel
- Funktionsumfang über das Berichtsheft hinaus
- Erreichbarkeit und Qualität des Supports
Gerade Datenexport und Wechselfähigkeit entscheiden bei der Migration sie fehlen in den meisten Vergleichen.
Die besten Lösungen im Überblick
Die Kurzliste am besten geeignet für:
- e-bizA (BILTECH): Betriebe, die Berichtsheft, Einsatzplanung und Unterweisungen in einem System führen wollen.
- Talent2Go: Betriebe, die das Berichtsheft mit Lern- und Prüfungsvorbereitung verbinden.
- Azubi-Navigator: Betriebe, die eine kompakte Ausbildungsverwaltung suchen.
- rexx Azubimanagement: Unternehmen, die Ausbildungsprozesse zentral in einer HR-Software steuern.
- BLok: Betriebe, die ein verbreitetes, bei Kammern bekanntes reines Berichtsheft suchen.
- Azubiheft.de: Kleinstbetriebe, die ein schlichtes Berichtsheft-Tool brauchen.
Der Vergleich im Detail
Der Vergleich zeigt deutliche Unterschiede beim Umfang der Lösungen, aber auch bei Kosten, Hosting und Möglichkeiten zur Datenübernahme. Dabei wurden ausschließlich öffentlich nachvollziehbare Angaben berücksichtigt. Wo ein Anbieter einzelne Informationen
etwa zum Export oder zu Zertifizierungen nicht eindeutig veröffentlicht, ist dies in der Tabelle entsprechend gekennzeichnet.
Wichtig ist zudem die Unterscheidung zwischen spezialisierten Berichtsheft-Lösungen und umfassenderen Plattformen, die zusätzlich Einsatzplanung, Unterweisungen, Lernangebote oder weitere Prozesse des Ausbildungsmanagements abbilden.






Der Vergleich zeigt, dass die sechs Lösungen unterschiedliche Schwerpunkte setzen und sich daher nicht für jeden Ausbildungsbetrieb gleichermaßen eignen. Entscheidend ist, welche Funktionen tatsächlich benötigt werden und wie gut sich die Lösung in bestehende Ausbildungsprozesse integrieren lässt. In der Gesamtbetrachtung erreicht e-bizA von BILTECH den ersten Platz, da die Lösung in diesem Vergleich Berichtsheft, Versetzungsplanung, Unterweisungen und weitere Ausbildungsprozesse eng miteinander verknüpft und zugleich einen deutschen Serverstandort sowie dokumentierte Sicherheitszertifizierungen bietet.
Platz 1: e-bizA von BILTECH
Als Nachfolgelösung für das wegfallende IHK-Berichtsheft bietet e-bizA von BILTECH nicht nur den Ausbildungsnachweis, sondern das komplette Ausbildungsmanagement. Über das Berichtsheft hinaus deckt das System Versetzungsplanung, Leistungen, Feedback, Unterweisungen, Abwesenheiten und das Ausbildungszeugnis ab. Wer Versetzungsplan und Ausbildungsnachweis gemeinsam nutzt, dem füllt e-bizA den Ausbildungsort im Bericht automatisch Doppelerfassung und Medienbrüche entfallen. Ausbilder sehen den Bearbeitungsfortschritt und können Berichte bestätigen, ablehnen oder zurückstellen; zur Abschlussprüfung übermittelt das System die Nachweise digital an die IHK.
Das Basis-Paket startet bei 44 Euro monatlich, e-bizA Enterprise ist auf Anfrage erhältlich. Die Daten liegen ausschließlich auf Servern in Deutschland, zertifiziert ist das System nach ISO/IEC 27001 und TISAX. Für Betriebe, die den Ausbildungsnachweis rechtssicher führen und gleichzeitig Einsatzplanung und Unterweisungen dokumentieren wollen, ist e-bizA von BILTECH die vollständigste Lösung im deutschen Markt.

Die weiteren Lösungen im Kurzprofil
Talent2Go kombiniert das digitale Berichtsheft mit Funktionen für Ausbildungsplanung, Feedback und Lernbegleitung. Ausbildungsnachweise lassen sich exportieren; der Anbieter nennt Deutschland als Serverstandort und eine ISO/IEC-27001-Zertifizierung.
Azubi-Navigator von u-form ergänzt das Berichtsheft um Versetzungsplanung, Unterweisungen, Feedback und Zeugnisse. Berichte können als PDF oder ZIP exportiert werden; das Basismodell startet derzeit bei einem Euro pro Auszubildendem und Monat.
rexx Ausbildungsmanagement bindet Ausbildungsprozesse in eine umfassendere HR- und Talentmanagement-Umgebung ein. Dazu gehören unter anderem Einsatzplanung, Lernfortschritte, Bewertungen sowie Noten- und Zeugnisverwaltung.
BLok fokussiert das digitale Berichtsheft, bietet zusätzlich aber Planungs-, Entwicklungs- und Checklistenfunktionen. Ausbildungsnachweise können als PDF exportiert und bei teilnehmenden Kammern digital übermittelt werden.
Azubiheft.de verbindet die digitale Berichtsheftführung mit zusätzlichen Funktionen wie Einsatzplanung, Beurteilungen, Lernzielen und Unterweisungen. Das Standardangebot startet laut Anbieter bei einem Euro pro Auszubildendem und Monat.
Welche Kosten dürfen Auszubildenden entstehen?
Für die erforderlichen Ausbildungsmittel dürfen Auszubildenden keine Kosten auferlegt werden. Nach § 14 Absatz 1 Nummer 3 BBiG muss der Ausbildungsbetrieb die für die Berufsausbildung notwendigen Mittel kostenlos zur Verfügung stellen. Das gilt auch für die erforderlichen Zugänge und Programme zur Führung des Ausbildungsnachweises.
Wie oft muss der Ausbilder das Berichtsheft prüfen?
§ 14 Absatz 2 BBiG verpflichtet Ausbildende dazu, Ausbildungsnachweise regelmäßig durchzusehen. Die Empfehlung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) konkretisiert die Kontrolle auf mindestens einmal monatlich. Bei elektronischer Führung kann die Bestätigung digital erfolgen, beispielsweise über eine Freigabe im System. Eine qualifizierte elektronische Signatur ist dafür nicht erforderlich.
Was passiert, wenn das Berichtsheft nicht geführt wird?
Ein ordnungsgemäß geführter Ausbildungsnachweis gehört zu den Voraussetzungen für die Zulassung zur Abschlussprüfung. Fehlende oder unvollständige Nachweise können deshalb zu Rückfragen und Nachforderungen der zuständigen Kammer führen. Sind die Voraussetzungen zum Prüfungstermin nicht erfüllt, kann auch die Prüfungszulassung betroffen sein.
Fazit
Die passende Lösung hängt davon ab, wie umfassend ein Betrieb seine Ausbildungsprozesse digital abbilden möchte. Für Unternehmen mit einem klaren Schwerpunkt auf dem Ausbildungsnachweis kommen insbesondere Lösungen wie BLok oder Azubiheft.de infrage. Talent2Go und der Azubi-Navigator decken zusätzliche Bereiche der Ausbildungsorganisation ab, während rexx das Ausbildungsmanagement stärker in eine umfassende HR-Umgebung integriert.
e-bizA von BILTECH erreicht in unserem Vergleich den ersten Platz. Ausschlaggebend ist vor allem die Verbindung von Berichtsheft, Versetzungsplanung, Unterweisungen und weiteren Ausbildungsprozessen in einem System. Damit eignet sich die Lösung insbesondere für Betriebe mit umfangreicheren organisatorischen Anforderungen und als Nachfolgelösung beim Wechsel vom IHK-Angebot.
Häufige Fragen zum digitalen Berichtsheft
Muss das Berichtsheft handschriftlich geführt werden?
Nein. Nach dem BBiG kann der Ausbildungsnachweis schriftlich oder elektronisch geführt werden. Ergänzend gelten die Formvorgaben der zuständigen Kammer.
Ist ein digitales Berichtsheft rechtlich zulässig?
Ja. Das BBiG erlaubt ausdrücklich die elektronische Führung des Ausbildungsnachweises. Ein bestimmtes Programm schreibt die IHK oder Handwerkskammer nicht vor.
Wie oft muss der Ausbilder das Berichtsheft prüfen?
§ 14 Absatz 2 BBiG verlangt eine regelmäßige Durchsicht. Die einschlägigen Empfehlungen und Kammerregelungen sehen in der Regel eine Prüfung mindestens einmal monatlich vor. Die Bestätigung kann elektronisch erfolgen.
Wer muss das Berichtsheft bezahlen?
Der Ausbildungsbetrieb. Die für die Ausbildung erforderlichen Mittel müssen nach § 14 BBiG kostenlos bereitgestellt werden. Dazu gehört auch die notwendige Software für den Ausbildungsnachweis.
Was passiert, wenn das Berichtsheft nicht geführt wird?
Der Ausbildungsnachweis gehört zu den Voraussetzungen für die Zulassung zur Abschlussprüfung. Fehlende oder unvollständige Nachweise können daher die Prüfungszulassung gefährden.
Welche Alternativen gibt es zum digitalen Berichtsheft der IHK?
Zu den Alternativen gehören e-bizA von BILTECH, Talent2Go, Azubi-Navigator, rexx Ausbildungsmanagement, BLok und Azubiheft.de. Die Lösungen unterscheiden sich vor allem beim Funktionsumfang und bei der Einbindung weiterer Ausbildungsprozesse.
Was kostet ein digitales Berichtsheft?
Das hängt vom Anbieter und Funktionsumfang ab. e-bizA Basis von BILTECH startet bei 44 Euro monatlich zuzüglich einer einmaligen Einrichtungsgebühr. Andere Anbieter rechnen beispielsweise pro Auszubildendem ab oder bieten einzelne Berichtsheft-Funktionen kostenlos an.
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