Worauf sollten Sie bei Bestattungen in Frankfurt achten? Lassen Sie zuerst den Totenschein durch einen Arzt ausstellen, beantragen Sie dann die Sterbeurkunde beim Standesamt und beauftragen Sie anschließend einen seriösen Bestatter mit transparenter Preisliste. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, was Sie bei Bestattungen in Frankfurt beachten sollten, welche Schritte typischerweise nötig sind und wie Sie unnötige Kosten vermeiden.
Die ersten Stunden: Fristen und Pflichtschritte
In Hessen muss ein Todesfall zeitnah einem Arzt gemeldet werden, der den Totenschein ausstellt. Bei Versterben zu Hause können Sie den Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117) verständigen, bei unklaren Umständen den Notruf 112. Erst mit dem Totenschein lässt sich der weitere Ablauf in Gang setzen. Die Sterbeurkunde beantragen Sie anschließend beim Standesamt am Sterbeort, in Frankfurt am Main also beim Standesamt der Stadt. Benötigt werden in der Regel Personalausweis, Geburtsurkunde sowie je nach Familienstand Heirats- oder Scheidungsurkunde der verstorbenen Person.
Die landesrechtlichen Bestattungsfristen sehen vor, dass Verstorbene zügig in eine geeignete Aufbewahrung überführt werden müssen. Die genauen Fristen ergeben sich aus dem Hessischen Friedhofs- und Bestattungsgesetz. Ein erfahrener Frankfurter Bestatter kennt die örtlichen Abläufe und übernimmt für Sie die Kommunikation mit Behörden, Friedhofsverwaltung und Krematorium damit Sie sich in dieser schweren Zeit auf das Wesentliche konzentrieren können.
Bestattungsarten: Was in Frankfurt möglich ist
Frankfurt bietet ein breites Spektrum an Bestattungsformen. Welche zur verstorbenen Person passt, hängt von persönlichen Wünschen, der Familientradition und dem Budget ab. Häufig gewählt werden:
Erdbestattung, also die klassische Beisetzung im Sarg auf einem der städtischen Friedhöfe wie dem Hauptfriedhof.
Feuerbestattung mit anschließender Urnenbeisetzung. Diese Variante bietet je nach gewählter Grabart oft mehr Gestaltungsspielraum.
Baumbestattung, eine naturnahe Urnenbeisetzung im Wurzelbereich eines Baumes.
Seebestattung. Die Urne wird auf See beigesetzt und kann von Frankfurt aus über spezialisierte Partner organisiert werden.
Besondere Formen wie Diamantbestattung oder die gemeinsame Beisetzung von Mensch und Tier sind je nach Anbieter ebenfalls möglich.
Lassen Sie sich vorab in Ruhe beraten, holen Sie schriftliche Kostenvoranschläge ein und vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern auch die enthaltenen Leistungen.
Worauf Sie bei der Wahl des Bestatters achten sollten
Im Trauerfall fehlt oft die Kraft, mehrere Anbieter zu prüfen. Trotzdem lohnt es sich, genau hinzuschauen. Seriöse Bestattungsinstitute erkennen Sie an folgenden Merkmalen:
Transparente Preisliste. Alle Posten von der Überführung über den Sarg bis zur Trauerfeier werden schriftlich aufgeschlüsselt.
Keine Drucksituationen. Ein professioneller Bestatter gibt Ihnen Zeit für Entscheidungen, statt teure Zusatzleistungen aufzudrängen.
Eigene Infrastruktur. Eigene Bestattungsfahrzeuge, ein eigener Abschiedsraum und hauseigener Trauerdruck sprechen für Erfahrung und Verlässlichkeit.
Klare, persönliche Kommunikation. Bei internationalen Familien kann eine mehrsprachige Begleitung –beispielsweise in Deutsch, Russisch oder Italienisch ein echter Vorteil sein.
Langjährige Erfahrung am Ort. Inhabergeführte Familienbetriebe mit jahrzehntelanger Tradition in Frankfurt am Main kennen die örtlichen Friedhofsordnungen und Abläufe genau.
Kostenfallen vermeiden
Die Kosten einer Bestattung in Frankfurt setzen sich aus mehreren Bausteinen zusammen: Bestatterleistungen, Friedhofsgebühren der Stadt, Trauerfeier, Trauerdruck und gegebenenfalls Überführung. Unseriöse Anbieter locken mitunter mit niedrigen Grundpreisen und berechnen später Zusatzposten für selbstverständliche Leistungen. Fragen Sie deshalb gezielt nach, ob Sarg oder Urne, hygienische Versorgung, Überführung innerhalb Frankfurts sowie Behördengänge im Preis enthalten sind. Auch beim Trauerdruck lohnt der Vergleich von Stückpreisen für Trauerbriefe und Danksagungen.
Vorsorge entlastet die Angehörigen
Wer noch zu Lebzeiten Bestattungswünsche schriftlich festhält und eine Vorsorgevereinbarung trifft, nimmt seinen Angehörigen viele schwere Entscheidungen ab. Auch die finanzielle Absicherung lässt sich über Treuhandlösungen oder Sterbegeldversicherungen regeln. Beratungsgespräche zur Bestattungsvorsorge bieten in Frankfurt am Main mehrere etablierte, alteingesessene Bestattungsinstitute an häufig in vertraulicher Atmosphäre und ohne Verpflichtung.
Frankfurter Friedhöfe und Trauerfeier
Frankfurt verfügt über zahlreiche Friedhöfe mit unterschiedlichen Grabarten, vom anonymen Urnenfeld bis zum Wahlgrab. Die jeweilige Friedhofsordnung regelt unter anderem Grabsteine, Bepflanzung und Ruhezeiten. Klären Sie früh, ob die gewünschte Grabart am Wunschfriedhof verfügbar ist. Für die Trauerfeier selbst können Sie zwischen kirchlich, weltlich oder im engsten Familienkreis wählen. Ein eigener Abschiedsraum beim Bestatter ermöglicht zusätzlich einen persönlichen, ungestörten Abschied vor der eigentlichen Feier.
Fazit: Ruhe bewahren, gut informieren, vertrauensvoll begleiten lassen
Eine Bestattung in Frankfurt erfordert mehrere Entscheidungen unter Zeitdruck, von der Wahl der Bestattungsart über die Behördengänge bis zur Gestaltung der Trauerfeier. Wer die wichtigsten Schritte kennt, transparente Angebote einfordert und auf einen erfahrenen lokalen Bestatter setzt, schützt sich vor Kostenfallen und gewinnt Raum für das Wesentliche: den würdigen Abschied von einem geliebten Menschen.