Die Grüne Verbraucherschutz-Expertin Bärbel Höhn macht Vorschläge, wie dem zunehmenden Diebstahl von wertvollen Smartphones Einhalt geboten werden könnte. Im Rahmen eines neuen Gesetzes sollen Smartphones unter besonderen Schutz gestellt werden.
Die ehemalige Verbraucherministerin erhofft sich Lösungen duch gesetzlich vorgeschriebene Sicherheits-Systeme. In einem Interview mit der Badischen Zeitung verweist sie auf funktionierende Sperrsysteme z.B. inAustralien und kritisiert die deutsche Gesetzgebung, hier viel zu träge zu agieren. Auch in England wird das Smartphone bereits durch eine 15-stellige Seriennummer – die International Mobile Station Equipment Identity (IMEI) – identifiziert und sperrbar. Es reicht die Angabe des Codes beim Netzbetreiber plus IMEI um einen Diebstahl zu melden und der Dieb kann das Handy nicht mehr nutzen.
Die Einführung wäre simpel, allerdings profitieren die Hersteller von Apple bis Samsung aktuell von der hohen Diebstahlrate, die den Verkauf deutlich unterstützt. Hier ist nicht wirklich Unterstützung zu erwarten: Mehr als 3,5 Millionen Deutschen wurde nach Bitcom-Informationen aus dem Jahr 2012 das Smartphone geklaut wurde. Kritik an Höhns Vorschlägen kommen insbesondere aus dem Lager der Datenschützer. Der neue Code macht jedes Handy besser lokalisierbar.